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PFLEGEN & WOHNEN: Übernahme

„Hier soll Kasse gemacht werden“

Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Hamburg vermutet hinter den Expansionsplänen des Hedgefonds Oaktree Geschäftemacherei auf Kosten der Pflegebedürftigen.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisiert scharf die Pläne des amerikanischen Hedgefonds Oaktree, der nach der Übernahme der Vitanas Gruppe und damit auch der Hamburger Einrichtung PFLEGEN & WOHNEN offenbar schnell Kasse machen will. Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender SoVD Hamburg, befürchtet das Schlimmste für die Menschen, die in den 13 Einrichtungen in Hamburg betreut werden: „Aus der Presse habe ich entnommen, dass Oaktree plant, die Hamburger Pflegeheime auszubauen und mehr Pflegeplätze anzubieten. Dann soll an das nächste Unternehmen verkauft werden. Wenn ich das höre, kann ich nur sagen: Hier hat der Hamburger Senat einen riesigen und womöglich nicht mehr gutzumachenden Fehler begangen.“ Seiner Erfahrung nach ist vor allem problematisch, dass rein marktwirtschaftlich ausgerichtete Firmen wie Oaktree eine Vergrößerung und Expansion vor allem mit Mitteln aus dem bestehenden Unternehmen finanzieren: „Das geht nur mit Umsatzwachstum und Personalabbau – und damit am Ende zu Lasten der Pflegebedürftigen und der Mitarbeiter.“

Auch hinter der Ankündigung der Hedgefondsmanager, die Qualität der Pflege in den Einrichtungen zu erhöhen, kann Wicher nur dahingehend deuten, dass dafür dann auch mehr bezahlt werden muss: „Die, die es sich nicht leisten können, bleiben auf der Strecke.“ 

Weiterhin vermutet er auch Folgen für andere Anbieter im Pflegebereich: Expandieren will Oaktree nämlich auch im Bereich der Pflegeangebote außerhalb der eigenen Heime. „Da könnte eine unschöne, weil finanziell sehr starke Konkurrenz, auf die Hamburger Pflegedienste zukommen“, sagte Wicher.

Dass der Senat sich nicht stärker bemüht habe, PFLEGEN & WOHNEN zurück ins städtische Portfolio zu bringen, sei ein Fehler gewesen: „Wie sich nun zeigt, war man bei der Entscheidung gegen den Rückkauf einfach viel zu naiv.“




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