SoVD Hamburg

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100 Jahre SoVD Hamburg: Inklusionspreis

Preisträger Kategorie Beherbergung: Reichshof Hamburg
Preisträger Kategorie Gaststätte: Alsterdorfer kesselhaus

„Ausgezeichnet inklusiv. So muss Hamburg sein.“

SoVD Hamburg verleiht zum ersten Mal Inklusionspreis 

Es war ein Abend voller Freude und Emotionen: Der Jubiläumsempfang des SoVD-Landesverbandes im Hamburger „Schmidtchen“ erwies sich als gelungener Festakt, der ganz im Zeichen der Inklusion stand. Zahlreiche Gäste aus Politik und Gewerkschaften, Gesellschaft und Verbänden waren der Einladung gefolgt und erlebten einen kurzweiligen Abend in dem kleinen Theater auf der Hamburger Reeperbahn. Bevor der offizielle Teil begann, enterte Kabarettist Detlef Wutschik mit seiner Handpuppe Werner Mommsen die Bühne und sorgte für Heiterkeit im Publikum.

Anschließend begrüßte Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des SoVD in Hamburg, seine Gäste und zeichnete die Kernforderungen, für die sich der SoVD auch in der Hansestadt stark macht, nach. Dies sind der Kampf gegen Armut, besonders bei alten Menschen sowie bei Kindern und Jugendlichen, der Einsatz für eine gute Pflege und die Entwicklung Hamburgs hin zu einer seniorengerechten Stadt, zu der in Zukunft eine umfassende präventive aufsuchende Seniorenarbeit gehören muss.

Im Blickpunkt des Abends stand dieses Mal aber der Einsatz für eine gelungene Inklusion: „Wir brauchen bessere Teilhabechancen – gerade der bedürftigen und behinderten Menschen an der Gesellschaft“, machte Wicher deutlich. Deshalb war es ihm auch eine besondere Freude, im 100. Jubiläumsjahr des Verbandes zum ersten Mal den SoVD-Inklusionspreis „Ausgezeichnet inklusiv. So muss Hamburg sein.“ zu vergeben. Bevor es allerdings soweit war, erlebten die Gäste noch eine kleine Schrecksekunde. Mitten in der Ansprache des SoVD-Bundespräsidenten Adolf Bauer ging der Feueralarm los, so dass alle Anwesenden unvermutet zu einer kleinen Auszeit kamen. Glücklicherweise handelte es sich um einen Fehlalarm und so konnten die Gäste entspannt weiterfeiern. 

Die Schirmherrschaft über den SoVD-Inklusionspreis hatte Dr. Melanie Leonhard, Hamburger Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration übernommen. In ihrer Rede bedankte sie sich zunächst für die manchmal kritische, dabei aber immer konstruktive Zusammenarbeit mit dem Hamburger Landesverband. Sie betonte, dass es ihr ein besonderes Anliegen sei, Menschen mit Handicap alle Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen: „Das ist ganz wichtig, weil dadurch deutlich wird, dass Inklusion kein Almosen ist. Teilhabe an allen Lebensbereichen ist ein Menschenrecht!“, sagte sie.

In den Bereichen Beherbergung und Gaststätte gibt es bei der Inklusion noch Luft nach oben. Und so war Ingrid Körner in ihrer Funktion als Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen besonders angetan von der Auslobung des SoVD-Inklusionspreises, den die meravis Wohnungsbaugesellschaft mit jeweils 1.000 Euro bedacht hatte. Neben Körner saßen in der Jury VertreterInnen und Vertreter aus Hamburger Behinderteneinrichtungen, Niklaus Kaiser von Rosenburg, Vizepräsident des DEHOGA Hamburg, sowie für den SoVD Inge Jefimov und Landesgeschäftsführerin Karin Wöhrmann. Sie prüften die Bewerbungen im Hinblick auf die konkrete Umsetzung von Inklusion: „Das heißt aber keineswegs, Unterschiede zu nivellieren und alle Menschen gleich zu machen. Inklusion heißt vielmehr, Unterschiede zu erkennen, zu beschreiben, auszuhalten und wertzuschätzen,“ definierte Körner. Gemeinsam schaute man darauf, wie die Hotels und Gaststätten ihre Gäste willkommen heißen, insbesondere wie die Zusammenarbeit aller Beschäftigten des Unternehmens funktioniert. Weitere Prüfpunkte waren die Leuchtturmwirkung und Zukunftsperspektiven.

Letztendlich überzeugten die beiden Preisträger durch sich selbst: In der Sparte Beherbergungsbetrieb entschied der Reichshof am Hamburger Hauptbahnhof das Rennen für sich, in der Kategorie Gaststätte stimmte die Jury geschlossen für das Alsterdorfer kesselhaus, ein Restaurant, betrieben von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.

„Sie sind ein Vorbild für viele, denn sie schauen über den Tellerrand“, hatte Senatorin Leonhard im Vorfeld angemerkt – und auch ihre Senatsbeauftragte gab den Anwesenden mit auf den Weg: „Lassen Sie sich von diesen Preisträgern inspirieren!“


Begrüßungsrede Klaus Wicher

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